Nikita Miller

www.nikita-miller.de

 

2019

Kleinkunstpreis Baden-Württemberg

 

Rostocker Koggenzieher (Nominierung)

Die Krönung (Nominierung)

Krefelder Krähe (Nominierung)

Lüdenscheider Lüsterklemme (Nominierung)

 

2018

Hamburger Comedy Pokal 2018 (Finale)

Eröffnung Köln Comedy Festival 2018

 

 

Nikita Miller bezeichnet sich selbst als comedic Storyteller. Seine Erzählungen porträtieren Nikitas Jugend, gefärbt von russischen Einflüssen und zahlreichen unfassbaren Erlebnissen. 

 

Kabarettist Dieter Nuhr sagt über ihn: „Nikita Miller macht etwas, was ich noch nie gesehen habe: Er erzählt witzige Geschichten, die sich aber nicht von Pointe zu Pointe hangeln und gerade deshalb lustig sind. Sein Vortrag hat Tiefe und Authentizität. Die Texte bewegen den Zuschauer, und man hört gerne und gespannt, ja geradezu gefesselt zu. Das ist eine völlig eigene Form von Alltagssatire. Ich bin begeistert!“. 

 

Seine Reise begann nach seinem ersten Studium im Bereich Informatik. „Das macht mir keinen Spaß, ich kann’s eh nicht.“, sprach er und machte sich auf den Weg ein Mann zu werden. Besser gesagt: Auf den Weg seine Bestimmung zu finden. Er begab sich auf Umwege, schnupperte in den Arbeitsalltag eines Umzughelfers, Türstehers und Bandarbeiters, erzielte Erfolge als Kampfsportler, verkaufte Schmuck aus dem Kofferraum, absolvierte ein zweites Studium in den Bereichen Philosophie und Rhetorik.

 

In seinem Programm "Auf dem Weg ein Man zu werden" geht es um seine kasachischen Wurzeln, seine russische Clique in seiner schwäbischen Heimat. Über die Erziehungsmethoden eines russischen Vaters. Und darüber, wie erschlagen er war, als er und seine Kumpels zum ersten Mal ein Pornoheft sahen. Er macht kein Stand-Up, allein schon deswegen nicht, weil er während seiner Performance sitzt. Wenn er beginnt, seine erste Geschichte auf der Bühne zu erzählen, stehend, mehr als zwei Meter groß, Haare so lang wie ein Streichholzkopf und durchtrainiert wie ein Mönch der Shaolin, ist man froh, wenn er sich setzt, damit er keine Schneise schlägt, falls er mal ins Publikum fällt. 

 

Es gibt Comedians, bei denen man schon bei der ersten Begegnung merkt, dass sie einem gefehlt haben. Nikita Miller ist so einer. Und er hat sich auf den Weg gemacht. Und wenn so einer losgeht, dann kommt er auch an! Wo immer das sein mag.

PRESSE- UND Werbematerial

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Interview

Hamburger Comedy Pokal

ARD - Nuhr ab 18

Nightwash

Termine

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REFERENZEN

Bühne und TV (Auswahl):

 

Rosenau, Stuttgart

Quatsch Comedy Club, Berlin

Comedia Theater, Köln

Renitenztheater, Stuttgart

DasDie, Erfurt

zakk, Düsseldorf

Atelier Theater, Köln

Nuhr ab 18, ARD

Comedy Contest, NDR

Night Wash, WDR

Köln lacht!, WDR5

 

 

 

PRESSESTIMMEN

 

"Nikita Miller macht etwas, was ich noch nie gesehen habe: er erzählt witzige Geschichten, die sich aber nicht von Pointe zu Pointe hangeln und gerade deshalb lustig sind. Sein Vortrag hat Tiefe und Authentizität. Die Texte bewegen den Zuschauer, und man hört gerne und gespannt, ja geradezu gefesselt zu. Das ist eine völlig eigene Form von Alltagssatire. Ich bin begeistert!“

Dieter Nuhr - Kabarettist, Comedian, Moderator und Autor"

 

"Authentisch und charismatisch, komisch und spannend, philosophisch und hintergründig (...) Ein Könner - ein junger alter Meister der Erzählkunst, die er neu aufleben lässt."

 

Jury des Baden-Württembergischen Kleinkunstpreises 2019

 

"Nikita Millers Comedy passt zunächst in keine Schublade. Wer das übliche Pointen-Bam-Bam-Bam von Anfang an erwartet, der ist falsch. Nikita ist ein charismatischer Erzähler, aus dessen äußerst unterhaltsamen Stories man erst wieder rauskommt, wenn man das Ende der Geschichte abwartet."

Dominik Kuhn alias Dodokay - Comedian, Sprachkünstler und Regisseur

 

"Nikitas haarsträubende Wodka-Geschichte über Russlanddeutsche und ihren deutschen Freund, Nikitas Alter Ego 'Lars', die er in Ladenburg ebenso rasant wie rasend komisch zum Besten gibt, kommt beim Publikum großartig an."

Mannheimer Morgen 

 

Hey Nikita, wie bist DU DAZu gekommen, Comedian zu werden


Es fing alles in der Realschule an, als ich zwei Mal sitzengeblieben war. Danach…

 

…war ich Bandarbeiter… 
… dann Monteur… 
…parallel dazu hab ich Pizzas… (bis das Gesundheitsamt die Pizzeria dichtmachte)
... und Zeitungen ausgeliefert… (bis meine Jungs im Suff aus meiner Lieferung ein Lagerfeuer machten)
… dann hab ich mein Fachabitur nachgeholt.

 

Ich war Türsteher in russischen, albanischen, türkischen und deutschen Clubs… (damals nannte man es noch Disko)

 

Ich habe in einer Gießerei gearbeitet… (das heißeste Jahr ever!)
Ich war Qualitätsprüfer in einer Kunststofffabrik… (für mehr haben meine Abi-Noten nicht gereicht)
Ich habe in einer Fabrik Schränke zusammengebaut… (fast vierzig pro Tag! Nervenzusammenbruch wird aktualisiert…)
Ich hab sogar Schmuck aus meinem Kofferraum verkauft...

 

Ich habe Informatik studiert … (weil mich sonst kein Studiengang genommen hat)
…und schweren Herzens durchgezogen.

 

Ich war Mediengestalter… (Verschwendung von Talent)
Ich war Software-Entwickler… (Sehr gutes Geld, sehr schlechter Mitarbeiter)
Ich war Web-Entwickler… (same story, different colour)
Ich musste Käfige schrubben in Europas größtem Kaninchenzuchtverein… (ich konnte keine Monitore mehr sehen!)
Ich war sechs Monate auf Harz IV… (Ich hasse Kaninchen! Sie sehen dich immer an als wollen sie jeden Moment etwas sagen. Tun es aber nicht.)

 

Ich habe in einer Spedition gearbeitet… 
Ich habe Wohnungen von Verstorbenen entrümpelt… (nach so einem Job fängst du an, sehr oft über dich selbst nachzudenken)

 

Ich war Taekwondo Trainer…
Ich war Kickbox-Trainer…
Ich war Freefight-Trainer…
Ich war Türsteher in einem Bordell… 
Ich war Karikaturist und Comic-Zeichner in einem Forschungsinstitut… (Die Standard-Karrierre eines Kampfsport-Trainers)

 

Ich habe Philosophie studiert… (ich musste immer noch an diese Wohnungen denken, die ich entrümpeln musste)
... und durchgezogen! (Abschlussarbeit: Der Tod)

 

Ich war Kellner… (Warum? Ich habe Philosophie studiert.)
Ich war Hausmeister… (hab mich als Kellner auf dem Weg zu den Gästen verlaufen!)

 

Ich war bei der Hotelreinigung… 
Ich habe Rhetorik studiert… (und durchgezogen!)
Ich habe das Latinum nachgeholt… (sonst hätte mich die Uni nicht zugelassen)
Ich war Barkeeper… 
Ich war Maler…
Ich war im Tele-Marketing und hab IT-Lösungen verkauft…
Ich war Grafik-Designer…
Ich war im Tele-Marketing und hab Tanz-Choreographien verkauft… (Verzweiflung: ein schmaler Grad zwischen Kreativität und Dummheit)
Ich war wieder Türsteher… (nach so einem Job musste ich etwas Druck abbauen)

 

All diese Jobs, mindestens zwei bis drei davon gleichzeitig und heute bin ich Comedian!

 

Was ist die Message von dem Ganzen?

 

Es gibt zwei Möglichkeiten, herauszufinden, wofür du bestimmt bist.

 

Die Intelligente Person weiß von Anfang an, was sie will, setzt ihren Fokus auf ihr Ziel und geht ihren Weg. Manche brauchen länger, bei manchen geht es schneller. Hängt ab von deinen Fähigkeiten und deiner Persönlichkeit. Glaube ich. Ich weiß es, ehrlich gesagt, nicht. Ich bin diesen Weg nicht gegangen.

 

Die weniger intelligente Person weiß überhaupt nicht mit sich anzufangen, hat keine Ziele und weiß nicht, wohin mit sich. Was machen diese Leute? Sie machen alles Mögliche. Sie gehen alle möglichen Wege. Wozu? Am Ende wissen sie, was sie alles nicht werden wollen. Dadurch wird das Spektrum von Wahlmöglichkeiten immer kleiner und am Ende blieb auch mir nichts anderes übrig als Comedian zu werden. Es stand einfach nichts mehr zur Auswahl. Macht aber Spaß. Endlich darf ich es aussprechen.

 

Mein Erkenntnis: Verlasst Euch nicht allein auf Euer Talent. Immer in Bewegung bleiben, das ist das Gebot. Auch wenn es nicht der richtige Weg ist. Man kommt auf Ideen oder man trifft auf diesem Weg Leute, die einen auf eine Idee bringen und folglich schlägt man einen neuen Weg ein. Solange bis der richtige gefunden ist. Meine Meinung? Fleiß ist stärker als Talent. Es ist nicht schlimm, wenn du langsam vorankommst. Schlimm wird es erst, wenn du stehen bleibst.

 

Was noch? Freut euch auf eine ganze Menge neuer Stories im nächsten Jahr und in denen, die folgen! Ich freu mich sehr drauf!